Ausflugsziele

 

Ducksteinquelle

Die Ducksteinquelle liegt nordwestl. von Moringen u. nordöstl. von Lutterbeck am unteren südwestl. Steilhang des Ducksteinberges, einem Teil der aus Sand- u. Kalkgestein aufgebauten Ahlsburg. Die Quelle entspringt den Muschelkalksteinschichten auf etwa NN + 235 m, sie schüttet ganzjährig Wasser, im Schnitt ca. 150 l/min. = 9000 l/Std. Der Ort der Quelle ist alter Versammlungsplatz mit Schutzhütte und Grillplatz.
Seit etwa 1900 ist der Quellaustritt gefaßt, derzeit mit 3 am Hang gestuften Becken aus Kalkstein und Beton. Nach kurzer Gefällestrecke, die gegen Erosion mit grober Steinschüttung versehen ist, unterquert der Quellbach die Forstraße, um unterhalb aus einem mit Kalkstein gemauerten Brunnenstock wieder hervorzutreten.

Schon bis zu einem etwas tieferliegenden künstlichen 1. Sammelbecken hat sich durch das stark kalkhaltige Wasser eine Menge Sinterkalk abgelagert u. inzwischen eine mächtige Kalknase gebildet, auf dem sich Moose angesiedelt haben, die ihrerseits mit ihren feingliedrigen Blättchen den Kalk aus dem Wasser filtern.
Unterhalb des Beckens haben dann zahlreiche Rinnsale steinharten Sinterkalk in mehreren Metern Breite abgelagert. Die Rinnsale treffen sich in dem ca. 100 m südwestl. des Forst-
weges liegenden 2. künstlichen Teich u. münden kurz danach auf ca. NN + 205 m in die Bölle.
Auch ihr Ufer ist hier mit hartem Kalksinter bedeckt. Das Gelände entlang der Bölle ist sumpfig und östlich des Quellbaches zwischen Forstweg und Bölle liegen bereits große Mengen poröser alter  Sinterkalkablagerungen als Felsen u. Hügel, sie lassen einen gewissen Rückschluß auf die im Kalkgestein der Ahlsburg ausgewaschenen Hohlräume zu.
Leider wird der Bereich des Quellbaches mit den Kalksinterablagerungen stark von Ausflüglern betreten u. zu Wasserspielen genutzt, wodurch die Ausbreitung der Moose gestört od. zerstört wird.

 

Opferteich in Moringen

Der Opferteich ist im Oberdorf unweit von der Martini-Kirche gelegen. Man erreicht ihn über einen kurzen Stichweg, der von der Methestraße abzweigt und zum Grundstück der Wachsgießerei führt. Auf dem Grundstück Methestraße 34 findet man den Opferteich direkt hinter der Wachsgießerei (ehemals Bullerdiecks Mühle), umgeben von hohen Bäumen und Büschen. Man hat den Eindruck, die Natur hat diesen Teich, in dem mehrere Quellen sprudeln, versteckt. In vorchristlicher Zeit ist hier sicher eine Kultstätte und ein Gerichtsplatz gewesen. Um diesen Platz und die nahegelegene Martini-Kirche hat sich später das Oberdorf entwickelt. Sagen und Geschichten ranken sich um den Opferteich.

Tatsächlich erkennt man keinen direkten Zufluß zum Teich. Der Teich ist etwa 3 Meter tief und man kann den Grund des Teiches zum größten Teil durch das klare Wasser sehen. Eine Glocke die, wie es eine Sage berichtet, auf dem Grund liegen soll, erkennt man auch bei genauerem Hinsehen nicht. An mehreren Stellen steigen ständig Wasserblasen auf.

Die Wassertemperatur des Teiches beträgt immer 9 Grad, sowohl im Sommer als auch im Winter. Kaum 20 Meter von seinem Ursprung entfernt, trieb das Wasser der Opferteiches früher das Wasserrad von Bullerdieks Mühle an. Als Mühlenwasser zieht sich der Bach weiter durch die Stadt und hat in vergangenen Zeiten mehrere Mühlenräder angetrieben.

 

Heimatmuseum Moringen

Das Heimatmuseum wurde vom » Heimatverein Moringen eingerichtet. Es wurde am 20.06.1981 eingeweiht und an die Stadt Moringen übergeben. Für die Erhaltung und Fortentwicklung sorgt weiterhin der Heimatverein.Es liegt inmitten der alten Moringer Wasserburg, dem späteren Brauhaus. Einen besseren und passenderen Ort kann man sich für ein Museum nicht wünschen. Man errreicht es durch den Torbogen, den man auch passieren muss, wenn man die Stadtverwaltung aufsuchen will.Im "Burgkeller", im Erdgeschoß und den drei weiteren Etagen werden auf etwa 950 m² über 850 Ausstellungsstücke, Leihgaben und einige wertvolle Exponate zur Ortsgeschichte, zum Vereinsleben, vom Handwerk sowie der Land- und Forstwirtschaft gezeigt.

Das alte Handwerk wird sehr anschaulich zur Darstellung gebracht. So werden unter anderem eine Schmiede, eine Tischlerei, eine Backstube, der Arbeitsplatz eines Radmachers mit seinen Handwerkszeugen dargestellt. Auch eine Maschine zur Herstellung von Zigarren, die der alten Moringer Zigarrenfabrik entstammt, ist ausgestellt. Einige alte Zigarren in originaler Holzschachtel sind aber nur zum Anschauen gedacht.Immer wieder trifft man in allen Etagen auf große und kleinere alte Uhren. Teilweise haben diese früher ihren Dienst zum Beispiel in der alten Moringer Schule oder einem Kirchturm getan, dann mußten sie irgendwann neueren Vertretern der Zeitanzeige weichen. Nach zum Teil jahrzehntelangem Stillstand ticken aber alle nach einer Generalüberholung wieder.Teilweise in Glasvitrinen, aber kaum eine ist verschlossen, finden sich viele Exponate wie Handschriften, Bücher, Postkarten, Porzellan und vieles mehr. Es darf eigentlich alles angefaßt werden. Selbst alte Kinderwagen, längst völlig unmodern, haben hier eine neue Heimat gefunden. Ein funktionstüchtiger alter Webstuhl bringt Einblick in seine Funktionsweise und das Handwerk eines Webers.Eine große Vielfalt an aus der Landwirtschaft stammenden Gerätschaften läßt ahnen, wie körperlich schwer doch früher diese Arbeit gewesen sein muß. Die Einfachheit alter Pflüge und Leiterwagen lassen einen Betrachter schon ins Grübeln geraten. Modelle und auch alte Fotos und Karten zeigen das "alte" Moringen, ebenso wie alte längst überholte Hinweisschilder.Neben alten Waagen aus verschiedenen Epochen und Anwendungsgebieten fehlen auch alte Radios und Schreib- und Rechenmaschinen nicht. Alles ist mit viel Liebe zum Detail dargestellt. Teilweise werden die Eindrücke durch Wandmalerei verstärkt. Doch schon sehr eindrucksvoll ist ein mannshohes Film-Vorführgerät, das einst im früheren Moringer Kino seine Dienste tat und per Hand angetrieben wurde.Es kommt alles zur Darstellung, was früher im täglichen Leben von Bedeutung war, manches regt zum Schmunzeln und Lächeln an.Ein besonderer Stolz der Museumsbetreiber ist die Luther-Bibel aus dem Jahre 1729, die von dem Moringer Karl Knoke zur Verfügung gestellt wurde.Eine umfangreiche Ausstellung ausgestopfter Tiere zeigt die heimische Fauna in lebensnaher Umgebung. Die Darstellung der archäologischen Ausgrabungsarbeiten in den Jahren 1989 und 1990 vor Großenrode und ihrer Erkenntnisse, kommt ebenfalls nicht zu kurz.Das Museum wird geöffnet nach Voranmeldung bei Gottfried Manz (Tel.: 05554/390827) oder Anke Brix (Tel.:05554-390916). Der Eintritt ist frei, allerdings ist eine kleine Spende zur weiteren Erhaltung und Ausbaues des Museums schon willkommen und gern gesehen. Über 25.000 Besucher aus dem In- und Ausland haben dieses Museum in den letzten Jahren schon besucht.Auf Wunsch führt der Moringer Standesbeamte jetzt auch Trauungen im Burgkeller durch.

 

Klosterkirche Fredelsloh

Die idyllische Ortschaft Fredelsloh liegt in einer Senke, eingerahmt von den Höhen des Sollings, dem Hainberg, der Ahlsburg und der Weper. Dem Besucher fällt, egal aus welcher Richtung er anreist, der imposante Bau der romanischen Basilika St. Blasii und Marien, erbaut im Jahre 1132, ins Auge. Sie war einstmals die Zentrale des Augustiner Chorherrenstiftes zu Fredelsloh und ist heute nach 875 Jahren noch immer der prägende Mittelpunkt von Fredelsloh. Für den Besucher empfiehlt sich ein Blick ins Innere der Kirche, die tagsüber geöffnet ist.

Als Töpferdorf weit über die Region bekannt, bietet die Ortschaft dem Gast Einblicke in die Fertigungstechniken des bodenständigen Töpferhandwerks. Die Fredelsloher „Pötte–Kerle“, skurrile, aus Ton gefertigte Figuren, heißen jeden Besucher auf das Herzlichste willkommen.

Ein Blick hinter die Kulissen der Kunstwerkstätten zeigt nicht nur, wie in mühevoller Kleinarbeit künstlerische Gegenstände und Produkte aus Ton, Holz und Wachs entstehen, sondern auch wie Puppen gefertigt und kunstvolle Bilder gemalt werden.

Die Vielfältigkeit der Angebote lernt der Besucher bei einem Rundgang durch Fredelsloh kennen. So steht in den schmucken Verkaufsläden stets ein reichhaltiges Angebot zum Erwerb bereit. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn gemütliche Gaststätten, Cafés und Restaurants laden zum erholsamen Verweilen ein.
Fredelsloh, eine Ortschaft in landschaftlicher Idylle, geprägt von mittelständischer Industrie, Handwerk, Landwirtschaft und Kunstgewerbe, lädt ein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
 

Sohnreyhütte

Als Lehrer von 1879 - 1886 war Heinrich Sohnrey in Nienhagen tätig, der später als bekannter Heimatdichter, Sozialpolitiker und Volkstumsforscher weit über den südniedersächsischen Raum bekannt und mit hohen Auszeichnungen geehrt wurde. Er gründete nicht nur den Männer-Gesangverein Nienhagen, sondern richtete auch 1880 - richtungsweisend für die Umgebung - eine Volksbibliothek ein.

Am 15.06.1931 wurde die auf der höchsten Erhebung der Weper von Freunden des Dichters auf Initiative des Postmeisters Breuning errichtete Sohnreyhütte der Öffentlichkeit übergeben. Nach Verfallserscheinungen dieses Baues wurde dieser im Jahr 1959 restauriert und die Seitenbögen zugemauert um mehr Windschutz zu haben.

 
 

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